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| EPO gefährdet die Gesundheit |
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| Geschrieben von Rudolf Srb, ORF.at | |
Die "unerwünschten Nebenwirkungen"EPO-Anwendung steigert das Risiko von Thrombosen, einem Herzinfarkt oder einer Lungenembolie. Die ÖSV-Blutaffäre bei den Olympischen Winterspielen in Turin 2006, der Fall des im Vorjahr ertappten Radstars Bernhard Kohl sowie die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Walter Mayer und andere der Weitergabe von Dopingpräparaten Verdächtigen haben unter sportinteressierten Österreichern eine lebhafte Diskussion über Doping ausgelöst.Dabei wird von mancher Seite die Meinung vertreten, man sollte Doping generell freigeben, weil wirklich wirksame Kontrollen ohnehin nicht machbar seien. Als Argument gilt dabei auch, dass der inzwischen zurückgetretene Kohl laut eigener Aussage bei 200 Tests 198-mal durchgerutscht und sauberer Spitzensport seiner Meinung nach unmöglich sei. Unabhängig von der Frage der Effizienz der Kontrollen sollte man aber ein Argument gegen Doping nicht übersehen: die "unerwünschten Nebenwirkungen". Wie groß die Gefahren gesundheitlicher Schäden sind, erläuterte Universitätsprofessor Norbert Bachl, der Direktor des Österreichischen Instituts für Sportmedizin (ÖISM), im Gespräch mit ORF.at. Medikamente für Gesunde gefährlich Das derzeit bekannteste Präparat, EPO (Erythropoietin), ist ein Hormon, das die Bildung der roten Blutkörperchen anregt. Eigentlich wurde es zur Behandlung von Anämie, einer Blutarmut bei bestimmten Grunderkrankungen entwickelt, entwickelt. Wird es allerdings bei Sportlern angewendet, so kann der Körper mehr Sauerstoff in die Muskeln transportieren, was die Ausdauerleistung erhöht. EPO macht Blut zähflüssiger Messwert für die Viskosität des Blutes ist der Hämatokritwert, der das Verhältnis von festen und flüssigen Bestandteilen angibt. Dieser erlangte vor einigen Jahren Bekanntheit, als einige Weltverbände, darunter UCI (Radsport), IAAF (Leichtathletik) und FIS (Skisport) Grenzwerte festlegten. Bei deren Überschreitung fasst der Sportler automatisch eine "Schutzsperre" aus, als Nachweis für Doping gilt ein zu hoher Wert aber nicht. Wenn der Tod im Schlaf lauert "Wenn die Intervalle zwischen den einzelnen Schlägen zu groß werden, kann es passieren, dass das Blut in kleinen Gefäßen irgendwann einfach stehen bleibt, also erhöhtes Thrombose-Risiko", so Bachl. Deswegen schlafen einige Athleten nur mit Pulsmesser, der sofort Alarm schlägt, falls der Puls zu niedrig wird. EPO kann Erholung stören So gesehen sollten eigentlich gerade Radprofis die Finger von EPO - und dessen Derivat CERA, das Kohl zum Verhängnis wurde - lassen, ist eine gute Regeneration doch das Um und Auf bei einer mehrwöchigen Rundfahrt mit extremen Belastungen wie der Tour de France. Allerdings können auch andere Dopingmittel, etwa Wachstumshorme und Anabolika, die Erholung beschleunigen. Verstärktes Tumorwachstum Doping mit Eigenblut Dabei wird dem Sportler einige Wochen vor dem Wettkampf Blut abgenommen, das durch Höhentraining oder EPO-Anwendung mit roten Blutkörperchen angereichert ist. Wenn der Körper das Defizit dann ausgeglichen hat, wird die zuvor entnommene Blutkonserve wieder zugeführt. Gefahr geht dabei vor allem von verunreinigten Transfusionen aus. Das Höhentraining, mit dem man auf erlaubtem Weg die Zahl der roten Blutkörperchen steigern kann, bezeichnete Bachl hingegen als ungefährlich, sofern man nicht zu wenig trinkt. Beim Training in Höhenlagen hat der Körper nämlich einen erheblichen Mehrbedarf an Flüssigkeit, sonst droht auch hier ein zu zähflüssiges Blut. Auch Hobbysportler nicht immer ehrlich |
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